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Arbeitgeber im Großhandel bieten Reallohnkürzung an

Großhandel - 2. Verhandlung

Arbeitgeber im Großhandel bieten Reallohnkürzung an

Auch beim zweiten Termin der Tarifverhandlungen für den Hamburger Groß- und Außenhandel am 22. Mai verliefen die Gespräche schleppend.

Nachdem die Arbeitgeber in der ersten Runde gar kein Angebot unterbreiteten, boten sie uns diesmal Reallohnkürzungen an:

  • Erhöhungen der Löhne und Gehälter um 1,5% in diesem Jahr;
  • eine weitere Erhöhung um 1% im nächsten Jahr;
  • keine AVE (Allgemeinverbindlichkeitserklärung).

Nicht einmal Inflationsausgleich

Bei der aktuellen Preisentwicklung würde dies bedeuten, dass wir von unseren Einkommen im Jahr 2020 weniger kaufen können als jetzt noch. Dies können und wollen wir nicht hinnehmen!

An der Forderungsstruktur vorbei

Nicht nur beim Geld und der Laufzeit liegen noch Welten zwischen unserer Forderung und dem Angebot der Arbeitgeberseite. Auch die gemeinsame Beantragung der AVE lehnen die Arbeitgeber ab. Das heißt, sie wollen keine Tarifverträge, die für alle gelten. Wir schon!

Aktionen und Warnstreiks möglich

Damit wir in der dritten Verhandlungsrunde ein Angebot bekommen, das seinen Namen auch verdient, müssen wir dem Arbeitgeberverband ein wenig auf die Sprünge helfen.

Genau da bist Du gefragt: Wenn ver.di zu Aktionen oder Warnstreiks aufruft, mach mit. Sprich mit Kolleginnen und Kollegen darüber und nimm sie am besten gleich mit. Denn je mehr von uns vor den Betrieben stehen, umso höher die Lohnerhöhung, die wir durchsetzen können.