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Luftnummer: Arbeitgeber im Einzelhandel legen »Angebot« vor

Einzelhandel - 1. Verhandlung

Luftnummer: Arbeitgeber im Einzelhandel legen »Angebot« vor

Was ist es? Respektlosigkeit und Ignoranz gegenüber der guten Arbeit ihrer Beschäftigten oder die mangelnde Bereitschaft, ihre erwirtschafteten Gewinne mit denen zu teilen, die sie erarbeitet haben?

Dieser Eindruck kann zumindest erstehen, nachdem die Hamburger Arbeitgeber am 15. Mai, dem ersten Verhandlungstermin, ein Angebot auf den Tisch gelegt haben, dass wie folgt aussieht:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter im ersten Jahr um 1,5%;
  • 1,0 % im zweiten Jahr;
  • Die Ausbildungsvergütungen sollen entsprechend erhöht werden;
  • 2-jährige Laufzeit.

Unsere Forderungen nach der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages und einem Mindesteinkommen von 2.100 Euro lehnen sie komplett ab.

Damit liegt ihr »Angebot« unter der prognostizierten Inflationsrate für 2019 und 2020 und würde für alle Beschäftigten reale Lohnsenkungen bedeuten.

Dieses Angebot ist nicht nur viel zu niedrig, sondern schon in anderen Bundesländern von den ver.di-Tarifkommissionen abgelehnt worden. Auch die ver.di-Tarifkommission in Hamburg hat das Arbeitgeberangebot als völlig inakzeptabel zurückgewiesen.

In ihren eigenen Prognosen geht die Spitzen-organisation des deutschen Einzelhandels (HDE) davon aus, dass die Umsätze 2019 das zehnte Jahr in Folge steigen werden.

Genug Geld ist also da! Doch wir werden es uns holen müssen!

Unsere eigene Kraft und Stärke wird jetzt darüber entscheiden, ob es bei dem Billig-angebot der Arbeitgeber bleibt.
Der nächste Verhandlungstermin mit den Arbeitgebern findet am 21. Juni statt.

JETZT seid ihr gefragt!

Ihr habt es in der Hand! Deshalb organisiert euch bei  ver.di und beteiligt euch zahlreich an den gewerkschaftlichen Aktionen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.