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Ein Angebot, das seinen Namen nicht verdient!

Tarifrunde Einzelhandel

Ein Angebot, das seinen Namen nicht verdient!

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Unsere ersten Warnstreiks haben Wirkung gezeigt. Die Arbeitgeber legen in der zweiten Verhandlungsrunde ein erstes »Angebot« vor:

Unternehmen, die gut durch die Pandemie gekommen sind:

  • 1,0 % nach 2 Nullmonaten zum 1. Juli 2021
  • 1,4 % zum 1. Mai 2022
  • 2,0 % zum 1. Mai 2023
  • Einmalzahlung in Höhe von 1,4 % des individuellen Bruttoentgelts für 10 Monate.

Unternehmen, die von den Pandemieauswirkungen betroffen waren:

  • 1,0 % nach 10 Nullmonaten zum 1. März 2022
  • 1,4 % nach 6 Nullmonaten zum 1. November 2022
  • 2,0 % nach 6 Nullmonaten zum 1. November 2023.

Bei der derzeitigen und zu erwartenden Preissteigerungsrate wäre das ein Reallohnverlust. Das ist kein Angebot, das ist eine Ohrfeige der Beschäftigten. Deshalb können wir hier nicht von einem Angebot sprechen.

Wir erwarten zum nächsten Verhandlungstermin ein verhandlungsfähiges Angebot, in dem die gute Arbeit der Beschäftigten gewürdigt wird.

Jetzt sind wir alle gefragt!

Ein gutes Verhandlungsergebnis werden wir ohne Druck nicht erreichen. Mach mit und engagiere Dich in den nächsten Tagen und Wochen, wenn zu Aktionen und Warnstreiks in Deinem Betrieb aufgerufen wird. Es geht um Deine Zukunft und die Zukunft unserer Branche. Nur gemeinsam können wir der Arbeitgeberseite deutlich machen, dass wir eine Erhöhung der Löhne und Gehälter dringend benötigen.

Der nächste Verhandlungstermin findet voraussichtlich am 30. Juni 2021 statt.

Hier unsere Forderungen:

  • 4,5 % plus 45,- Euro mehr für alle
  • ein rentenfestes Mindesteinkommen von 12,50 Euro pro Stunde
  • 12 Monate Laufzeit
  • Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge;
  • für tarifgebundene Krisenunternehmen bieten wir differenzierte tarifliche Lösungen zur Zukunfts- und Beschäftigungssicherung in Form von Unternehmenstarifverträgen an.