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Arbeitgeber bieten nichts und davon ganz viel

Tarifrunde Einzelhandel

Arbeitgeber bieten nichts und davon ganz viel

In der ersten Verhandlungsrunde über Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen am 19. Mai legte die Arbeitgeberseite kein Angebot vor. Es gab ihrerseits weder Ideen noch ein Dank an die Beschäftigten. Wir haben unsere Forderungen deutlich gemacht:

  • 4,5 % plus 45,- Euro mehr für alle
  • ein rentenfestes Mindesteinkommen von 12,50 Euro pro Stunde
  • 12 Monate Laufzeit
  • Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge
  • für tarifgebundene Krisenunternehmen bieten wir differenzierte tarifliche Lösungen zur Zukunfts- und Beschäftigungssicherung in Form von Unternehmenstarifverträgen an.

Im Einzelhandel sind trotz Corona und Lockdown-Maßnahmen kräftige Umsatz- und Gewinnsteigerungen realisiert worden. Etwas ungleich verteilt, jedoch haben alle Beschäftigten ihren Beitrag dazu beigetragen. Dafür verdienen sie Anerkennung.

Jeder Euro Tariferhöhung ...

  • kommt den Beschäftigten und deren Familien zugute
  • wirkt unmittelbar gegen die drohende Altersarmut
  • finanziert unser Gesundheitssystem (Krankenversicherung)
  • schützt bei Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit (Arbeitslosenversicherung)
  • finanziert unser Alter (Rentenversicherung)
  • finanziert unmittelbar unseren Staat (Steuern)
  • kurbelt die Wirtschaft an (Binnennachfrage)
  • sichert Umsatz und die Arbeitsplätze
  • entscheidet über unsere Zukunft und
  • ist ein Zeichen für Wertschätzung und Respekt!

Der nächste Verhandlungstermin mit den Arbeitgebern findet am 15. Juni 2021 statt.

Ein gutes Verhandlungsergebnis werden wir aber ohne Druck nicht erreichen. Deshalb müssen wir aktiv werden. Mach mit und engagiere Dich in den nächsten Tagen und Wochen, wenn zu Aktionen und Warnstreiks in Deinem Betrieb aufgerufen wird. Es geht um Deine Zukunft und die Zukunft unserer Branche. Nur gemeinsam können wir der Arbeitgeberseite deutlich machen, dass wir eine Erhöhung der Löhne und Gehälter dringend benötigen.