Karstadt

Karstadt-Kaufhof: Noch weit auseinander

Verhandlungen

Karstadt-Kaufhof: Noch weit auseinander

Nach der ersten Verhandlung ist eine Tariflösung über einen Beitrag der Beschäftigten zur Sanierung der Warenhäuser sowie von Karstadt Sports und Karstadt Feinkost noch nicht in Sicht. Beim Auftakt am 19. November zeigte sich, dass beide Seiten in wesentlichen Punkten weit auseinanderliegen.

Bei den ver.di-Tarifkommissionen stoßen die ersten Angebote der Arbeitgeberseite für das ab Januar 2020 verschmolzene gemeinsame Unternehmen auf klare Ablehnung: So will der Arbeitgeber auf der Basis des erheblich niedrigeren Zukunftstarifvertrags Karstadt eine
Ergänzungsvereinbarung durchsetzen und für alle den Tarifverzicht bis 2025 verlängern. Mit einer leichten Anhebung der Entgelte der Karstadt-Beschäftigten und einer massiven Senkung der Entlohnung der Kaufhof-Kolleg*innen soll ein gleiches Entgeltniveau erreicht werden – allerdings etwa 10 Prozent unter dem Tarifentgelt des Einzelhandels!

Ob am Ende der Laufzeit das Niveau der Flächentarifverträge wieder erreicht wird, ist dabei völlig unsicher: Die garantierten Erhöhungsschritte würden den Abstand zum Einzelhandelstarif weiter vergrößern, darüber hinaus gehende Anhebungen sollen weitestgehend von den Unternehmenskennzahlen abhängig gemacht werden.

Einen Eingriff in die monatlichen Entgelte hat ver.di kategorisch ausgeschlossen. Die geforderte Dauer des Tarifverzichts ist viel zu lang, wird argumentiert. Außerdem muss das unternehmerische Risiko beim Eigentümer bleiben und darf nicht auf die Beschäftigten abgewälzt werden.

Weitere Informationen im Tarifinfo für Beschäftigte