Geld & Tarife

Forderungen beschlossen: 1 Euro mehr pro Stunde

Tarifrunde Einzelhandel

Forderungen beschlossen: 1 Euro mehr pro Stunde

ver.di hat ihre Forderungen für die diesjährige Tarifrunde für die rund 70 000 Beschäftigten im Hamburger Einzel -, Buch- und Versandhandel beschlossen.

ver.di fordert für die Beschäftigten 1 Euro mehr pro Stunde, eine monatliche Erhöhung der Auszubildendenvergütung von 100 Euro, 300 Euro Einmalzahlung für alle ver.di Mitglieder und die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen.

„Die Unternehmen im Einzelhandel stehen gut da und erzielen seit Jahren hervorragende wirtschaftliche Ergebnisse. Auch die Prognosen für dieses Jahr sind vielversprechend. An dieser Entwicklung wollen die Beschäftigten angemessen beteiligt werden, denn sie sind es, die durch ihre tägliche, gute Arbeit die Umsätze und Gewinne erwirtschaften. Nimmt man dann noch die steigenden Verbraucherpreise hinzu, sind unsere beschlossenen Tarifforderungen absolut gerechtfertigt“, sagt Heike Lattekamp, Verhandlungsführerin bei ver.di Hamburg.

Die erste Tarifverhandlung mit den Arbeitgebern findet am 3. Mai in Hamburg statt.

Tarifverträge allgemeinverbindlich!

Zusätzlich zu den Tarifforderungen will ver.di die Tarifverträge des Einzelhandels bundesweit wieder für „allgemeinverbindlich“ erklären lassen. Durch die Tarifflucht vieler Unternehmen fallen nur noch rund 30 Prozent der Beschäftigten direkt unter den Tarifvertrag des Einzelhandels. Die Folge sind häufig Dumpinglöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und Altersarmut. Für die Allgemeinverbindlichkeit bedarf es jedoch der Zustimmung von Arbeitgebern und Politik. Deshalb will ver.di im Rahmen der laufenden Tarifrunde öffentlichen Druck mit der Kampagne „Einer für alle!“ machen.